veranstaltung – nordhessische neonazis: gefahr durch rechte netzwerke

Öffentliche Podiumsdiskussion am Donnerstag, 10. Oktober 2019
Hörsaalzentrum II, HS 6, Arnold-Bode-Straße 12

mit Martín Steinhagen (Freier Journalist)
Katharina König-Preuss (MdL Thüringen),
Daniel Göbel (HNA-Redakteur),
Christopher Vogel (Mobiles Beratungsteam Hessen)
Armin Ruda (Moderation)

Neue Veröffentlichungen der Rechercheplattform EXIF und Anderer deuten auf eine Reaktivierung und Neustrukturierung von Combat 18 hin, einer Neonazi-Gruppe, die als bewaffneter Arm der verbotenen Organisation Blood & Honour gilt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt in Presseberichten vom April 2019 vor‚ akuten rechtsterroristischen Ansätzen und Potentialen‘, ohne dass für die Öffentlichkeit wirksame Gegenstrategien erkennbar werden.

In Kassel und in der Region Nordhessen, Südniedersachsen und Thüringen sowie im Raum Dortmund sind Aktionen von Combat 18 besonders virulent. So führte der bekannte Neonazi Stanley Röske aus Kaufungen bei der Kasseler Sparkasse ein Mitgliedskonto für diese Gruppe, bis es aufgrund der Proteste der Kasseler Initiative NACHGEFRAGT aufgelöst wurde. Stanley Röske wurde Ende 2018 bei einer bundesweiten Razzia vorübergehend festgenommen. Angeblich wird weiter ermittelt – über die Zielrichtung und den Stand dieser Ermittlungen liegen jedoch kaum öffentlich zugängliche Informationen vor.

Bei der Veranstaltung sollen von Expertinnen und Experten Informationen zu Combat 18 und den laufenden Ermittlungsverfahren zusammengetragen und Hinweisen zur nationalen und internationalen Vernetzung nachgegangen werden. Insbesondere soll auch die Frage thematisiert werden, welche Rolle nordhessische Neonazis bei den Morden an Halit Yozgat und Walter Lübcke gespielt haben. Ziel ist die Aufklärung über das Bedrohungspotential, das von den Neonazis ausgeht. Als Konsequenz muss über ein Verbot von Combat 18 und die Auflösung der rechtsterroristischen Strukturen diskutiert werden

Ausschlussklausel:
Die Veranstalterin behält sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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