Ab 2018 betreibt die nextbike GmbH Kassels beliebtes Fahrradvermietsystem

Kassel. Mit seinen über 400 Mietfahrrädern und 56 Stationen hat sich seit 2012 ein beliebtes Fahrradvermietsystem etabliert. Zum Jahresbeginn 2018 startet die nextbike GmbH aus Leipzig, in Kooperation mit dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA – die Vertretung der Studierenden der Uni Kassel), der Stadt Kassel und der KVG mit der Übergabe des Systems.

 

Stadtrat Dirk Stochla drückt seinen Dank dem bisherigen Betreiber Deutsche Bahn Connect aus, der seit Einrichtung mit Zuwendungen des Bundes für eine durchgängig gute Serviceleistung stehe. Weiter bestehe Zuversicht über die Neuaufstellung eines attraktiven Angebotes an Mietfahrrädern für Alle zu günstigeren Konditionen in der Stadt.

 

Das sagen die Beteiligten

„Die Verknüpfung des ÖPNV mit anderen Verkehrsmitteln im Rahmen multimodaler Verkehrsangebote ist für uns ein wichtiges strategisches Ziel“, so Dr. Thorsten Ebert, Vorstandsmitglied der KVG. „Daher freuen wir uns, dass unsere Jahreskarten-Kunden auch weiterhin zu vergünstigten Konditionen die Leihfahrräder nutzen können..“

„Am Ende von sehr konstruktiven Verhandlungen mit allen Beteiligten freuen wir uns sehr, dass der bewährte Dreiklang aus KVG, Betreiberin und dem AStA als Vertretung der Hauptnutzer*innengruppe fortbestehen kann“, so der Mobilitätsreferent des AStA, Tobias Marczykowski. „Nach Wochen und Monaten intensiver Absprache und Zusammenarbeit können wir nun ein gemeinsames Konzept vorstellen, an welchem nicht nur die Studierenden, sondern auch die Bewohner*innen und Besucher*innen der Stadt Kassel Freude haben werden.“

NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch begrüßt ebenfalls die Weiterführung des Systems: „Mit der Fortsetzung des Leihfahrradsystems in Kassel profitieren auch unsere Jahreskartenkunden aus den Landkreisen, die nach Kassel kommen. Sie erhalten damit die  Möglichkeit, ihre letzte Meile in Kombination mit einem Fahrrad zu machen. Es gibt eben viele Wege, an sein Ziel bei der Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit zu kommen. In Kassel gehört das Leihfahrrad weiter dazu, dank der Zusammenarbeit der beteiligten Partner.“

 

Weiterhin beste Leistung und gute Konditionen

Alle Stationen des vorigen Systems werden zunächst übernommen, neu eingerichtet und im laufenden Betrieb auf Wirtschaftlichkeit geprüft. Insgesamt werden 400 Mietfahrräder nicht nur den Studierenden sondern auch allen Bürgern und Gästen der Stadt zur Verfügung stehen. Studierende und NVV-Jahreskarten-Abonnenten radeln zu günstigen Sonderkonditionen: Die Studierenden haben bei jeder Fahrt die ersten 60 Minuten frei und die NVV-Jahreskarten-Kunden die ersten 30 Minuten pro Fahrt. Regulär kostet eine halbe Stunde 1 Euro und 24 Stunden 9 Euro.

 

Die Räder, sogenannte Smartbikes, verfügen über 7 Gänge, einen individuell verstellbaren Sattel, ein Nabendynamo und einen Bikecomputer, der das elektronische Gabelschloss steuert. Die Registrierung für das neue System ist ab 15.12.2017 freigeschaltet. Für die Ausleihe empfiehlt es sich einfach die nextbike-App herunterzuladen. Der Kundenservice ist rund um die Uhr unter 030- 69205046 erreichbar. Die nextbike GmbH mit Sitz in Leipzig wird das erfahrene lokale Wartungsteam übernehmen. Das Serviceteam sorgt dafür, dass die Mietfahrräder regelmäßig gewartet und an den Stationen verteilt werden.

WEG MIT
§219a!

6 Kommentare

  • Leider sind die Räder für Nutzer anderer städtischer Leihrad-Systeme im Gegensatz zum bisherigen System nicht nutzbar! Ansprechpartner bei Nextbike gibt es bei der Hotline auch nicht, nur automatische Ansagen. Hauptsache günstig scheint die Devise zu sein.

  • Wie kann man sich bei der Registrierung über die App als Student der Stadt Kassel registrieren, sodass man beim Ausleihen des Fahrrads keine Gebühren mehr zahlen muss? Geht das nur über die Telefonhotline oder gibt es einen anderen Trick?

  • Björn Machill

    Inwieweit wird die 60min gratis-Regelung auch für andere Städte aktiv, oder gilt dies nur in Kassel?

    • Für Studierende gelten die Tarife deutschlandweit für nextbike Standorte mit Ausnahme der Region Stuttgart, Usedom und München!

  • Eike Sonnenschein

    Gut, 400 statt 500 Räder und nur “wirtschaftliche” Ausleihstationen werden übernommen. 1,50 pro Semester gespart und ähnliche Tarife. 500 funktionierende Räder aus dem Besitz der Stadt müssen für je 20,- verscherbelt werden. Außerdem: https://www.adac.de/infotestrat/tests/verkehrsmittel/fahrradverleihsysteme/2015/
    Ich würde mich freuen, wenn die, offensichtlich von einer Person im AStA für ganz Kassel getroffene, nicht ganz triviale Entscheidung transparenter dargestellt würde. Damit der Sinn des Wechsels erkennbar wird (wenn man außer Acht läßt, dass es sicherlich eine ganz tolle Erfahrung ist, eine Verhandlung soclhen Umfanges selbst zu führen).

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