Geschichtsrevisionismus entgegentreten

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, Demokratinnen und Demokraten in und um Kassel,

in der vergangenen Woche wurde dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht in Kassel und der gesamten Bundesrepublik gedacht.

Der 9. November 1938 markierte den Beginn der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im Deutschen Reich. Diese fand im Holocaust, dem mehr als sechs Millionen Menschen zum Opfer fielen, seinen traurigen Höhepunkt. Dieses Ausmaß an Vernichtung und erlittenen Gräueltaten lassen aus Sicht des AStA nur eine Folgerung zu. “Es ist unsere Pflicht, den Opfern des nationalsozialistischen Terrors zu gedenken und Verantwortung zu tragen, dass dies niemals wieder geschehen und vergessen werden darf. Dem Geschichtsrevisionismus, der heute immer mehr in die Mitte der Gesellschaft vordringt und den brutalen Übergriffen auf Juden in Berlin, Frankreich oder den USA, müssen wir entgegentreten. Unser Appell lautet: Geschichtsrevisionismus und Gewalt darf keinen Platz in unserer Gesellschaft finden”, so der AStA Vorsitzende Tobias Marczykowski.

Genau dieser Geschichtsrevisionismus sucht wieder einmal den Weg nach Kassel. Eine dubiose Kasseler “Studentenverbindung” beweist mit der Einladung eines bekennenden Holocaustleugners, wie immens wichtig das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus bleibt.

Die HNA fragt “Wer sind diese Studenten?”
Unsere Antwort muss lauten: Eine Gruppe, die Demokratie und Menschenrechte ablehnt und definitiv nicht die Mehrheit der Kasseler Studierendenschaft repräsentiert!

Wer aus gegebenem Anlass gemeinsam mit uns ein Zeichen setzen und den Opfern des Nationalsozialismus gedenken möchte, kann am Samstag, den 17. November um 14 Uhr gerne zum Mahnmal “Die Rampe” am Holländischen Platz kommen. Geplant ist eine Schweigeminute mit anschließender Kranzniederlegung. Darüber hinaus findet am 14. Dezember um 15 Uhr eine Führung des Weg der Erinnerung statt, in deren Rahmen wir über die Rüstungsgeschichte des Holländischen Platzes aufklären und seine Rolle im Nationalsozialismus informieren. Nie wieder Faschismus, nie wieder Antisemitismus, nie wieder Rassismus!

 

WEG MIT
§219a!

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