Beyond Eco – Vortrag “Tiere essen als imperiale Praxis“

Mo, 06.05.19, 19 Uhr, Raum 0401 Arnold-Bode-Straße 2

 

Was heißt „imperiale Lebensweise“ und wie zeigt sie sich im System der industriellen Tierhaltung?

Die imperiale Lebensweise ist dadurch gekennzeichnet, dass sich ein kleiner Teil der Weltbevölkerung übermäßig an den Ressourcen der Welt bedient – und das mit in einem immer größer werdenden Ausmaß. Hinter dem „Ressourcen“-Begriff verbirgt sich dabei ein Sammelsurium, das von den Schätzen des Bodens über die Arbeitskraft von lohnabhängigen Menschen bis hin zu den Körpern von Tieren reicht.

Die Dimensionen der imperialen Lebensweise kristallisieren sich in den Praktiken der industriellen Tierhaltung besonders klar heraus – von Produktion und Konsum über politische Institutionen bis zu Alltagsbewusstsein und Diskursen. Da sind die Arbeitsverhältnisse in den Schlachthöfen und auf den Futtermittelfeldern, da ist das Supermarktsystem mit seinen entfremdeten Essenswaren aus dem Nirgendwo, da ist die Zerstörung der Natur durch Monokulturen, Gülle-Ströme und Treibhausgase, und immer „das unbeschreibliche, unausdenkliche Leiden der Tiere“ (Max Horkheimer).

 

Referent*in: Hannah Engelmann,  I.L.A. Kollektiv

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