Fridays for Future Kassel

Am kommenden Freitag, den 15. März sollen in über 524 Städten auf dieser Welt von Schüler*innen geführte Klimastreiks stattfinden. Es soll die größte Veranstaltung in der bisherigen Geschichte von fridays for future werden. Längst haben engagierte Schüler*innen mit ihren Protesten eine internationale und umfangreiche Aufmerksamkeit geschaffen.
Dass der Klimawandel zunächst eine wissenschaftliche Erkenntnis ist und sicher eine hohe Komplexität als solcher besitzt, ist unbestreitbar. Sicher ist auch, dass das Durchdringen aller dieser Sachverhalte und die vollständige Einarbeitung in wissenschaftliche Diskurse selbst promovierten Individuen zuweilen verwehrt bleibt. Die Wissenschaft, und natürlich die Klimaforschung ganz konkret, hat hierbei Erkenntnisse gewonnen, die uns alle betreffen und Diagnosen für die Zukunft formuliert, die Menschen zurecht dazu motivieren, öffentlich nach Veränderung zu verlangen. Der Moment, in dem wir alle betroffen sind, ist der Moment, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse politisch werden und dies auch zwingend werden müssen.
Nicht hinnehmbar erscheint der Gedanke, dass Generation für Generation so wirtschaftet, so lebt, dass die Generationen, die sie selbst als Kinder oder Enkelkinder aufziehen unter alten Entscheidungen und Lebensweisen leiden müssen. Junge Menschen empören sich zurecht darüber, dass die Politik, die schließlich auch verantwortlich für den zukünftigen Zustand des Planeten ist, ihren Pflichten unzureichend nachkommt und sich weiter auf eine wirtschaftliche Vereinbarkeit stützt. Längst ist der Punkt überschritten, an dem man ungeliebte oder schwierige Entscheidungen verschieben könnte und sich weiter in einer grün und weiß gewaschenen, postinformativ verdrehten Gegenwart vor den Szenarien verstecken kann, die wissenschaftlich so mannigfach belegt wurden.
Politisch zu werden ist hier die einzige Möglichkeit, Menschen, die sich ihrer Verantwortung entziehen, wach zu rütteln und ihnen die Wahrheit vorzuhalten. Politisch werden, unabhängig davon, welches Alter, welches selbst gewählte Geschlecht, welche Zugehörigkeit oder Lebenseinstellung man hat. Es geht darum eine Welt zu retten, die wir alle teilen und in der wir alle gemeinsam, so unterschiedlich wir sind, leben können und wollen. Es ist unser aller Verantwortung, etwas an der Situation zu ändern, die unserem Planeten zugunsten von wirtschaftlichen Wachstum schadet und Menschen an ihrer freien Entfaltung zugunsten einer überholten und verknöcherten Vorstellung davon, wie die Welt sein sollte, hindert.
Kommt an diesem Freitag um 10.00 Uhr zum Hauptbahnhof Kassel und werdet aktiv für unseren Planenten und unser Miteinander!

WEG MIT
§219a!

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