Kundgebung “Leyla, wir brauchen dich!”

Es geht um die Zukunft unserer Freundinnen Leyla und Meryem Lacin. Beide leben seit zehn Jahren in Kassel, seit 30 Jahren in Deutschland und kämpfen seitdem darum, einen gesicherten Aufenthalt und eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Seit Jahren schieben sich die Behörden in Kassel und Bayern (wo die Familie nach ihrer Ankunft in Deutschland zunächst gewohnt hat) die Zuständigkeit für den Fall gegenseitig zu. Behördliche Untätigkeit und die Verweigerung der Kooperation seitens der Behörden verwehren Leyla und Meryem seit Jahren eine langfristige Perspektive und Absicherung in Kassel.

Meryem ist schwer krank und kann sich ohne ordentliche Behandlung, welche nur mit einer langfristige Krankenversicherung möglich wäre, nicht erholen. Leyla pflegt ihre Mutter und arbeitet zeitgleich noch bei einem ambulanten Pflegedienst, um den Lebensunterhalt der beiden zu bestreiten. Nun wurde ihr Arbeitgeber gezwungen, ihr zu kündigen, weil der Zoll ihre Arbeit illegalisiert hat. Sie darf also ihre gesellschaftlich wichtige Pflegearbeit nicht mehr ausführen und gleichzeitig wird beiden die einzige Lebensgrundlage genommen.

Leyla und Meryem sind unsere Freund:innen und fester Teil der Kasseler Stadtgesellschaft. Leylas Kolleg:innen schätzen sie und ihre Arbeits sehr. Als Freund*innen, Kolleg*innen und Nachbar*innen wollen wir beide nicht verlieren. Daher fordern wir die Behörden auf: Regeln Sie den Fall von Leyla und Meryem – geben sie beiden eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis!

Kommt zahlreich! Bringt Schilder und Transparente mit, die unsere Forderungen deutlich machen! Wir bitten euch, Fahnen zuhause zu lassen.

Es läuft momentan auch eine Petition von Leylas Kolleg:innen, die die Forderungen ebenfalls stellt:
https://openpetition.de/!leylameryem