Kutscheras „Gender-Paradoxon” – eine pseudowissenschaftliche, politische Kampfschrift

Kutscheras „Gender-Paradoxon” – eine pseudowissenschaftliche, politische Kampfschrift
Podiumsdiskussion mit Dr. Marion Näser-Lather, Dr. Nina Schumacher und Dietger Lather
Montag, 20.07.20, 18 – 19:30 Uhr

Der Professor für Evolutionsbiologie Ulrich Kutschera verbreitet polemische, diskriminierende und diffamierende Aussagen im Gewand der Wissenschaft an der Universität Kassel. Im Gespräch mit dem Arbeitskreis des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps-Universität Marburg werden Kutscheras fälschliche Behauptungen zur Gender-Thematik in seinem Buch „Das Gender-Paradoxon” aufgedeckt und richtig gestellt. Kritisiert werden auch seine aggressiven, eindimensionalen Argumentationen, das Ausblenden von Gegenpositionen sogar im eigenen Fachbereich, die ungenauen Definitionen sowie die Nichteinhaltung allgemein anerkannter wissenschaftlicher Standards.
Das wirft die Frage auf: Wie konnte dieses Buch in einem wissenschaftlichen Verlag veröffentlicht werden? Die fatale Konsequenz: Kutschera erhält eine Autorität und Glaubwürdigkeit für krude Thesen, die nicht angemessen sind. Anstelle einer Diskussion über die Freiheit der Wissenschaft und ihre Überschneidung mit der Freiheit vor Diskriminierung tritt nun ein Diskurs über „political correctness” als Zensur in den Vordergrund. In Anbetracht des Rechtsrucks ist es dringend an der Zeit die Frage, wie die Freiheit der Wissenschaft instrumentalisiert wird, aufzuwerfen. Mit welchen rhetorischen Strategien und Argumentationsmustern arbeitet Kutschera? Welche Auswirkungen haben diese und wie können wir als Gesellschaft Verantwortung übernehmen, um strukturellen Sexismus, Rassismus und Homophobie an Universitäten entgegenzutreten?

Zoom-Meeting beitreten:
Meeting ID 746 5618 3875, https://us04web.zoom.us/j/74656183875

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