Unsere Pressemitteilung zur Demonstration gegen die AfD

Vergangenen Samstag demonstrierten in Lohfelden über 500 Menschen gegen Hass und Hetze
Vergangenen Samstag sind im Lohfeldener Industriegebiet über 500 Menschen zusammengekommen, um an der dort friedlich aber entschlossen gegen die AfD und für eine vielfältige, offene Gesellschaft zu demonstrieren. Die Kundgebung „Kassel und Lohfelden bleiben bunt!“ hat nahe dem Veranstaltungsort des Neujahrsempfangs der AfD Nordhessen stattgefunden, zu dem auch der AfD Bundessprecher Jörg Meuten und der rechtspopulistische Autor Matthias Matussek erschienen.
Am vorherigen Mittwoch hatten Demonstrant*innen in ganz Deutschland mit spontanen Demonstrationen gegen die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten durch Stimmen der AfD positioniert. Nun brechen diesen Samstag viele Menschen aus Kassel und Umgebung mit Bussen des DGB auf, um in Erfurt gegen einen Neonaziaufmarsch zu demonstrieren. Die Welle der Proteste reißt nicht ab.
Um den Thesen der AfD letzten Samstag friedlich und lautstark zu widersprechen brachte der AStA, die Studierendenvertretung Kassel, binnen weniger Tage über 25 Organisationen zu einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis zusammen. Finanziert wurde „Kassel und Lohfelden bleiben bunt!“ jeweils zur Hälfte vom AStA und vom DGB Nordhessen. Tabea Mößner, Organisatorin der Kundgebung und Referentin des AStA, erläutert: „Mit über 500 Menschen aus Lohfelden und Kassel und diversen Redner*innen haben wir klar gezeigt, dass diese reaktionäre Partei keinen Platz in unserer Gesellschaft hat.“
Viele Redner*innen thematisierten zudem den von der AfD gewählten Veranstaltungsort und bezeichneten die Wahl Lohfeldens als pietätlos. Nicht weit der Veranstaltungsstätte hielt der damalige Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke eine Ansprache im Rahmen einer Bürgerversammlung zur Errichtung einer Erstaufnahme für Geflüchtete, die anschließend in rechten Onlineforen mit Hasskommentaren und Morddrohungen verbreitet wurde. Stefan E. war nicht nur Wahlhelfer der AfD bei den hessischen Landtagswahlen und häufiger Teilnehmer bei AfD Parteiveranstaltung, er steht im Verdacht einen Geflüchteten ebenfalls in Lohfelden angestochen zu haben und Dr. Walter Lübckes Mörder zu sein.
Sophie Eltzner, Vorsitzende des AStA, begann ihren Redebeitrag mit einer Schweigeminute für alle Opfer nationalistischen Terrors. Besonders gedacht wurde Dr. Walter Lübke, Halit Yozgat, und den Opfern des Anschlags in Halle. „Als nordhessische Demokrat*innen können wir sexistische, queerphobe, rassistische und antidemokratische Aussagen wie die der AfD nicht schweigend hinnehmen. Dieser Hass hat schon in der Vergangenheit nicht zu Lösungen, sondern nur zu unerträglichem Leid geführt.“, betonte Eltzner anschließend.
Besonders betont haben die Teilnehmenden der Kundgebung die Relevanz des Protests vor dem Hintergrund Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Die Wahl Kemmerichs mit Unterstützung der AfD stellt für sie nie zu wiederholenden einen Tabubruch dar. „Wir waren deutlich mehr Menschen draußen auf der Straße bei Regen und Kälte als drinnen im Warmen bei Sekt und rechtspopulistischen Parolen“, so Mößner. „Das Fazit lautet definitiv: Kassel und Lohfelden bleiben bunt!“

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